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Thema: Free Tibet

  1. #1
    d.na

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    Free Tibet

    Das meiner Meinung nach wichtigste Thema der Olympischen Spiele sind die Menschenrechte! Als stets aktuelles Beispiel drängt sich natürlich Tibet auf. Auch die Repressionen gegenüber Bloggern, die das Chinesische System kritisieren, gehören meiner Meinung nach nicht in dieses Jahrhundert. Die Liste ließe sich ewig weiterführen.

    Unter diesem Aspekt hoffe ich, dass die Olympische Spiele sehr wohl von den Sportlern "politisiert" werden. Nichts andere tut China ja auch.

    MfG/d.na

  2. #2
    dizzy

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    Re: Free Tibet

    Die Sportler sollen ihren Sport machen und sich nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angehen und von denen sie nichts verstehen.

  3. #3
    Apofis

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    Re: Free Tibet

    Selbst wenn sie was davon verstehen würden, sollten die Sportler sich aus der "Angelegenheit" raushalten. Andersrum will das doch auch keiner (die Politik hat sich nicht in den Sport einzumischen..." ist eine oft benutzte, wenn auch richtige Floskel).

    Das Problem Tibet muss zwingend auf einer politischen Ebene gelöst werden (von da kommen auch die Engstirnigkeiten und die Unterdrückung). Von einer kurzfristigen sportpolitischen Lösung halte ich gar nichts. Und einem vorgetäuschten vierwöchigen Frieden kann ich auch nichts abgewinnen.

    MfG Apofis

  4. #4
    d.na

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    Re: Free Tibet

    Öhm... die Sportler sollen sich raushalten? Das macht die chinesische Regierung auch nicht. Ab davon: Ich gehe auch auf Demonstrationen, wenn mir etwas nicht passt und sage nicht, dass das mein zuständiger Politiker schon regeln wird. Und genau so sollten es auch die Sportler tun. Das wäre wenigstens mal ein Zeichen, das ankommt.

    MfG/d.na

  5. #5
    [svwbadener]

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    Re: Free Tibet

    Ehrlich gesagt hätte ich als Sportler durchaus etwas Angst, in China zu protestieren.

  6. #6
    untersommer

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    Re: Free Tibet

    Jeder halbwegs intelligente Mensch sollte in der Lage sein, sich ein eigene Meinung zu dem Thema zu bilden, insofern finde ich es genauso abwegig, von Sportlern zu fordern, sie sollten sich da raushalten, wie von ihnen zu verlangen, dass sie Stellung beziehen.

    Viel wichtigerer erscheint mir zunächst, dass dieser Konflikt aufgrund des durch die Olympischen Spiele begründeten öffentlichen Interesses überhaupt einmal wieder in ein breiteres Bewusstsein bewegt wurde. Immerhin haben es die Chinesen geschafft, in Tibet im Schatten des Kalten Krieges quasi einen kompletten Völkermord zu organisieren, ohne dass Weltöffentlichkeit dem größere Beachtung geschenkt hätte. Und was man mit Gewalt nicht erreicht hat, löst man nun mittelfristig eben demographisch. Es bleibt zu hoffen, dass der -wenn auch geringe- öffentliche Druck durch die Spiele auch danach anhält und noch eine halbwegs vernünftige Lösung erzielt werden kann, auch wenn man daran wohl berechtigermaßen zweifeln muss.

  7. #7
    Gast

    Re: Free Tibet

    Die Tatsache, dass im Olympiajahr ein blutiger innenpol. Konflikt um Tibet ausgebrochen ist, disqualifiziert für mich China als Ausrichtungsland. Genauso finde ich meine kritisch-ethisch angehauchte Position naiv und kurzsichtig.

    Aber nicht, weil der Protest (leider) rein faktisch wirkungslos sein wird, sondern weil Olympiasport als Austragung pol. Funktionen überfordert sein muss. Durch China ist es aktuell, nur die Instrumentalisierung des Sports hat ja eine Geschichte. Beispel 1936:NS-Deutschland nutzte die Olympia zum Aufbau potemkinscher Dörfer, während das Regime außenpol. Gewehr bei Fuß stand zur Intervention in den span Bürgerkrieg, wurden innenpol. die Unterdrückungsmaßnahmen z.B. gegen Juden oder freie Presse gelockert. Dadurch konnte NS-Dtschl. den begrünbaren Entzug des Ausrichtungsauftrags durch das IOC abwenden: Spätestens seit den Nürnberger Rassengesetzen von 1933 verstieß NS-Deutschland gegen das Diskriminierungsverbot der olymp. Regeln. Da wäre der Ausschluss aus der olymp. Bewegung so zwingend gewesen, wie später der von Südafrika wegen der Apartheidpolitik. Genauso kann man Instrumentalisierung 1952 in Helsinki beobachten, wo es für die Sowjetunion vor allem um Staatsräson ging, um Überlegenheit im ideolog. Tauziehen mit den Westmächten. Oder München 1972, da gibt es viele Beispiele für die Kluft zwischen Olympiarhetorik und Praxis.

    Vom Prinzip her sind/wären die Spiele erpressbar für jeden beliebigen außerpol. Zweck. Mag der nun aus der jeweiligen Interessensicht heraus legitim sein oder nicht. Vielleicht ist es auch assymetrisch gedacht: Das IOC hat keinen, oder ungenügenden pol. Handlungsraum, um pol. Entscheidungen zu attackieren. Im Fall China, würde das IOC in der Konsequenz nicht die pol. Vorgänge angehen, die bei anderen Mitgliedern der olymp. Bewegung gang und gäbe sind? Und die durch Druck der Charta garnicht ausgeschlossen werden können. Wäre das vom Effekt her nicht eher kurzfristige Willkür als Bewirken einer pol. Veränderung?

    Ich habe Respekt vor jedem, der auf die Straße geht und Zivilcourage zeigt, keine Frage. Ich sehe nur die olymp. Friedensrhetorik eher als Idee, Pathos denn als Durchsetzung von Friedenpolitik oder als pol. Vollzugsorgan. Aber da ist auch wieder eine 2. Falle: Die Entscheidung für den Olympiaausrichter Peling steht die nicht von vornherein in einer selbstverschuldeten Glaubwürdigkeitsfalle? Eben weil diese olympische Rhetorik in ihrer Behauptung von globaler Friedensförderung von vornherein leer ist. Weil dieses 'Mehr' eher eine pol. Überhebung der olymp. Bewegung selbst ist? Da bleibt für mich die Auseinandersetzung diffus, unpräzise und zwischen den beiden Polen 'Sport als Insel der Selligen' oder 'pol. Allzweckwaffe' stecken. Jedenfalls bin ich gespannt, ob sich da jetzt was ändert.

  8. #8
    untersommer

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    Re: Free Tibet

    Was Du schreibst, unterstreicht eigentlich nur die Eigenverantwortung des Sportlers. Von offizieller Seite ist da wenig zu erwarten.

    Letztlich ist es im Hinblick auf Tibet aber wesentlich wichtiger, die Weltöffentlichkeit zu bewegen. Dafür kann Olympia höchstens Vehikel sein, das IOC braucht dazu sowieso kein Mensch.
    Ich befürchte aber, dass das öffentliche Interesse im Nachgang von Olympia auch wieder abnehmen wird. Tibet hat das Möglichste getan, um aus den gegebenen Umständen durch die durch Olympia geförderte Aufmerksamkeit das Problem zurück auf die Weltbühne zu bekommen. Ob es darüber hinaus im Blickfeld bleibt, ist allerdings zweifelhaft.

  9. #9
    Pushi

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  10. #10
    Rheinostfriese

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    Re: Free Tibet

    Uii... heftige Clips, vor allem der dritte.

    Wäre jemand so nett, die Einblendungen zu übersetzen?

  11. #11
    untersommer

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    Re: Free Tibet

    Oh je, mein Französisch...hatte vorhin auch gekämpft.

    Ich meine, beim ersten Film hieß es so sinngemäß, dass es nie zu spät ist umzukehren.
    Beim dritten Film steht, glaube ich, dass man sich keine Sorgen machen soll, weil das schon vorher erledigt wurde oder so ähnlich. Alle Zahlen wie immer ohne Gewähr!

  12. #12
    dizzy

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    Re: Free Tibet


  13. #13
    Pushi

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    372

    Re: Free Tibet

    Zitat Zitat von dizzy
    Ihr
    [dizzy, das muss nicht sein. BadS]
    habt keine Grundlage Euch anzumaßen über Dinge zu urteilen die ihr nicht mal ansatzweise versteht.
    Das (edit: Was --> nicht das) weißt du nochmal woher, dass hier irgendjemand von irgendwas keine Ahnung hat?
    Sorry, aber ich fühle mich von dir gar nicht angesprochen.


    P.

  14. #14
    untersommer

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    Re: Free Tibet

    Hatte der sich im Fred geirrt?

  15. #15
    eVBierstandszene

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    Re: Free Tibet

    Ob wir hier diskutieren oder in Peking platzt ein Sack Reis...

    Olympia ist in erster Linie Big Business. Und jeder Störfaktor wird als geschäftsschädigend betrachtet. Menschenrechte, Doping, Gesetze... interessiert das die Macher? Dann wären die Spiele seit 50 Jahren wo?

    Öhmmm.... wo denn? Fällt mir grad kein Land ein.

    Wer als Sportler Arsch in der Hose hat, wird seine Meinung äußern (und sich damit meinen Respekt verdienen, von dem er sich nichts kaufen kann).
    I fell in love with football as I was later to fall in love with women: suddenly, inexplicably, uncritically, giving no thought to the pain or disruption it would bring with it. Nick Hornby

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