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Thema: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

  1. #16
    untersommer

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Zitat Zitat von Fairy
    Da gibt es eine Australierin, sorry Namen vergessen und zu faul zum googeln, die sich innerhalb eines Jahres auf ihrer Strecke um SECHS Sekunden verbesserte.
    Stephanie Rice. Und es waren acht Sekunden auf 200m Lagen.

    Zitat Zitat von Blut-an-den Stollen
    Zitat Zitat von untersommer
    Aber warum verlieren wir dann immer die ganzen Kriege?
    Wäre es Dir andersherum lieber???
    Erkenne den Scherz und lächle entspannt...

  2. #17
    Adfunk

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Zitat Zitat von untersommer
    Was die Dopingthematik angeht, würde ich fast behaupten, dass das deutsche Versagen da mit der verkorksten Saisonplanung einhergeht. Medikamentöse Vorbereitung muss auch minutiös geplant werden. Ich unterstelle mal, die Planung auf die EM hin war perfekter wie jene auf Olympia. Alles in allem werden den deutschen Schwimmern aber dort auf jeden Fall auch die regelmäßigeren Kontrollen, die eine systematische Aufmedikation quasi unmöglich machen, die Suppe versalzen. Da hat man über die diversen Ozeane definitiv Standortvorteile.
    Auch wenn es sich ziemlich zynisch anhört ist mMn viel wahres dran. Deutschland hat aufgrund der hierzulande praktizierten Verfolgung von Dopingsündern einfach einen Standortnachteil im Spitzensport. In kaum einen anderen Land wird sich so kritisch mit Doping auseinandergesetzt.Das Thema Doping nimmt hier in den Sportteilen oftmals mehr Platz ein als der Sport selbst. In solch einem Umfeld lässt es sich natürlich schwerer dopen als in einem Land wo einem, sobald es hart auf hart kommt, eine schützende Hand zur Hilfe eilt (siehe Fuentes/Spanien). Auch wird es schwerer Geld abzuzweigen für die wirklich wirksamen Medikamente und Ärzte. Wenn wir einen "halbwegs"(weit weniger umfangreiches Doping) sauberen Sport wollen, müssen wir uns in Deutschland nunmal damit abfinden, dass es in Zukunft nicht mehr viel zu holen gibt bei Olympia.

    Mich interssiert in diesem Zusammenhang im übrigen brennend wie sich insbesondere die Sportmedien dieser ganzen Thematik gegenüber in Zukunft verhalten werden. Sie sägen mit der ganzen Anti-Doping-Tour ja eigentlich an dem Ast auf dem sie sitzen. Das Ergebnisdebakel der Deutschen bis dato ist ja auch nicht unbedingt förderlich für die Zuschauerquoten.

    Da es quasi unmöglich ist das Anreizdilemma des Spitzensports zu lösen, vermute ich einfach mal das sich irgendwann auch der letzte Sportjournalist damit abfinden wird, dass Spitzensport und Doping einfach zusammen gehören.

  3. #18
    Gast

    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Zitat Zitat von Adfunk
    Mich interssiert in diesem Zusammenhang im übrigen brennend wie sich insbesondere die Sportmedien dieser ganzen Thematik gegenüber in Zukunft verhalten werden. Sie sägen mit der ganzen Anti-Doping-Tour ja eigentlich an dem Ast auf dem sie sitzen.
    Gute Frage. Bisher sägen Sie m.E. eher am Ast von einzelnen Sportlern, als an der ganzen komplexen Mitverantwortung von Förderung, Geldgebern, Sponsoren, national unterschiedlichen Regeln der Dopingbekämpfung.
    Wer als Verband nachhaltig offizielle Dopingregeln und damit einhergehende Auflagen durchsetzt, bzw. gnadenlos Sünder aus dem Verkehr zieht, zieht dann wieder den Kürzeren von außen: weniger Förderung, Geld, etc. Solange die massive Nachfrage nach Höchstleistungen durch Wirtschaft, Politik, Massenmedien, Publikum existiert, führt das wohl in ein Dilemma.

    Mir kommt es wie ein Spagat vor: Ein bisschen Kratzen am Doping ja, aber The show must go on, ein gestellter Dopingsünder bringt vermutlich eher Quote als das man ein kompliziertes Thema wie Mitverantwortung anspricht bzw. das System von Medaillenerfolg, Geld, Publikum und Medienaufmerksamkeit thematisiert und gefährdet. Eine Lösung habe ich da auch nicht.

    Auf Seite 1 hat Grüner Pott einen Link zu einem aussagekräftigen Statement über die ganzen Facetten von Doping gepostet.

  4. #19
    Gast

    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Zitat: "Aber einen sauberen Olympiasieger werden wir nicht erleben. Nicht mal einen sauberen Teilnehmer."

    Klasse - damit wurde doch schon alles gesagt.

    Nur, wo fängt Doping an, wo hört es auf?
    Dope ich, wenn ich morgens Traubenzucker in meinen Quark rühre oder irgend so'ne Vitaminpille schlucke, weil ich nicht 30 Äpfel essen will ....

    Sind wir als Fans/Zuschauer die eigentlichen Schuldigen, da für uns nun mal nur der Erfolg zählt?
    Sollten wir im Grunde genommen die Verlierer feiern, weil wir davon ausgehen können, dass die weniger gedopt sind?

    Und überhaupt - warum suggeriert uns unser Gehirn sofort "Der ist doch gedopt", wenn ein Sportler außerordentliche Leistungen bringt.
    Grenzt doch schon an Gehirnwäsche.

    Phrenetisch gefeiert - brutal gefeuert - wenn du dich erwischen lässt.


    Ich weiß nicht, ob ich heutzutage überhaupt noch Leistungssportler sein will.
    Immer mehr Präparate füllen die Dopingliste, von denen vorher nie einer gehört hat.

    Jeden Tag musst du dich per Mail irgendwo beim 'Dopingcontrollcenter' abmelden und beschreiben, wohin du gerade gehst, mit Name und Telefon-Nr., damit du zu jeder Tages- und Nachtzeit kontrolliert werden kannst.
    Schon allein der Gedanke daran ..... hat irgend etwas mit Abartiges.

    Auf der anderen Seite sind die Ressourcen des menschlichen Körpers nicht unerschöpflich.
    Und dennoch versuchen wir alles, um eine 100stel Sekunde schneller zu sein - um einmal auf dem Treppchen da oben zu stehen.

    The winner takes it all!

    Alles andere zählt nicht!

  5. #20
    useless

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Das Prinzip der Unschuldsvermutung gilt für mich auch im Sport.
    Bei den Deutschen Schwimmer hat das aber auch hauptsächlich mit einer völlig verkorksten Vorbereitung zu tun. Wenn man selbst 6 Sekunden hinter der eigenen Meldezeit liegt, wird das nur bedingt mit Doping zu tun haben.

  6. #21
    untersommer

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Keine Frage. Siehe zum Beispiel die Diskussion um das Hoehentrainingslager. Ich finde es schon bezeichnend, dass mit Biedermann der einzige bisherige Finalteilnehmer einer der wenigen Schwimmer ist, der dem Trainingsplan von Madsen gefolgt ist.
    Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass eine gezielte "Medikation" zu einer gezielten Saisonvorbereitung dazu gehoert, und dort duerfte Deutschland in der Tat einen Standortnachteil darstellen gegenueber ausreisekontrollierten Amis und Australiern. Es geht ja nicht um die Einnahme oder Nichteinnahme verbotener Mittel, sondern um die gezielte Absetzung, um die Nachweisbarkeit zu verhindern. Solche Experimente kann man allerdings nur machen, wenn man waehrend des Trainings seine "Ruhe" hat. Mir faellt dabei immer Michael Johnson ein...

    Schwimmen nimmt in der "Verkorksung" mMn auch eine Sonderstellung ein. Zum einen, weil die Schwimmer mitsamt Verband quasi "Mehrfachwiederholungstaeter" in punkto fehlerhafte Saisonplanung sind. Zu anderen, weil Schwimmen (und wohl auch Leichtathletik, mal sehen, was naechste Woche passiert...) die Musterbeispiele fuer verfehlte Vereins- und Verbandspolitik in Deutschland sind, wo jeder seine Suppe kocht und prinzipiell Eigeninteressen verfolgt. War in dem anderen DSV aehnlich, der letztlich auch die ergebnismaessige Quittung bekam und sich heute an einen drittklassigen Neureuthersohn klammern muss. Wenn ich jetzt die Geruechte hoere, dass Dirk Lange, einer der groessten Selbstdarsteller im Schwimmsport, als Nachfolger fuer Madsen gehandelt wird, weiss ich nicht, ob mit nachhaltiger Verbesserung zu rechnen ist.

  7. #22
    Grüner Pott

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Goldmedaille 4 + 5 für den Ami. Ja nee, is klar

    *hust*

  8. #23
    untersommer

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Ich habe ja sein Geheimnis erkannt. Der frisst Uran und gurgelt mit Plutonium!
    Das koennen die ganze WADA Deppen natuerlich nicht nachweisen mit ihren Pineklreagenzglaesern, aber wenn dem mal einer mit 'nem Geigerzaehler zu nahe kaeme, dann waere aber was los...

  9. #24
    Gast

    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Zitat Zitat von useless
    Wenn man selbst 6 Sekunden hinter der eigenen Meldezeit liegt, wird das nur bedingt mit Doping zu tun haben.
    Grade in der SZ online entdeckt: www.sueddeutsche.de/sport/389/306351/text/
    Zeitenwende im Wasser: Weltrekorde am Fließband - kann das mit rechten Dingen zugehen? Die Fabelzeiten im Schwimmen haben viele Gründe. Ein Kommentar von Thomas Hummel 14/8

    Zur Frage 'Bessere Mittel?' meint er, dass auch im Schwimmen gedopt wird, aber eben früher auch schon. Ebenso, dass die Schwimmer wohl auch nicht bessere neue Mittel haben als andere Sportarten. Warum also nach 6 Wettkampftagen schon 18 Bestzeiten, die bis vor kurzem als 'unschwimmbar' galten? Bei den Details für legale Leistungssteigerungen führt er neue Techniken und Technologien (Anzüge) an, das schnelle Wasser: architekt. Veränderungen der Schwimmbecken und neue int. Wettbewerber.
    Fokus hierbei:
    Wenn Bernard und einige andere an einem vorbeigehen, wird es dunkel. Die Trainingsmethodik im Schwimmen hat sich zuletzt enorm in Richtung Kraft verschoben
    Dann kommt die Frage nach den 'Defiziten der Deutschen', wie sie @untersommer akzentuiert hat:
    Offensichtlich konnten oder wollten sie den Weg der Professionalisierung nicht mitgehen. Der Sportdirektor und Cheftrainer Örjan Madsen muss nun den Kopf für die vielen schlechten Leistungen hinhalten, ist aber nur in wenigen Fällen wirklich verantwortlich. Die meisten Spitzenathleten haben sich geweigert, nach seinen Vorgaben zu arbeiten.
    Am Schluss eine iron. Anspielung für und wider, was ist mit legalen Methoden erzielbar und wie interpretierbar: Sinngemäß, Bernhard war zwar kein Doping nachzuweisen , allerdings könnte er schon auf Grund seiner (legalen) Muskelmasse in Dtschl. nicht als gutes Bild für 'sauberen' Sport herhalten.

  10. #25
    untersommer

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Nun wird's der Sieg von Britta Steffen wieder richten.
    Madsen wird gefeuert, und alles ist gut. Obwohl man bei ganzen zwei Finalteilnahmen in Einzelrennen (bis dato) eigentlich mal grundsaetzliche Fragen stellen muss. Ich denke auch, dass Madsen fuer den verharzten DSV zu progressiv war. Wie Peters fuer den DFB.

    Wegen Bernard hatte ich dieselbe Idee. Gegen den wirkt Phelps wie ein kleines Maedchen.
    Apropos Maedchen...irgendwelche Meinungen zu den Manaudou Bildchen?

  11. #26
    Gast

    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    STRIKE

    GOLD MEDAL FOR GERMANY

    Ja, es geht doch!!!!

    Die Frage, die nun wieder hochkocht ist doch, wie EGOISTISCH musst Du sein, um Deine persönlichen Ziele zu erreichen?
    Es gab ja im Vorfeld erhebliche Diskussionen um Britta Steffen, die auf den Start in der Staffel verzichtete, um sich total auf ihr Einzelrennen zu konzentrieren ...

    Aber okay - der Erfolg gab ihr recht und das ist momentan einfach cool.

    Ganz großes Kino


    Ich glaube, in Peking gab es mittlerweile ca. 15 neue Schwimmweltrekorde und alles diskutiert übers Doping.
    Aber ist es DOPING oder doch nur der Fortschritt der MEDIZIN ???
    Aber - es sind nicht nur die Sportler die dopen. Das Doping im Sport ist nur ein Spiegelbild der Gesellschaft:


    DIE GEDOPTE GESELLSCHAFT

  12. #27
    untersommer

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Pro Britta!
    Da hat sich die fruehe Aufsteherei mal wirklich gelohnt.

    Hoffentlich haut Olli nicht bald irgendwelche Fotos raus. 8-

  13. #28
    Friedenreich

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Gestern interessanter Kommentar von Harald Schmidt: "Wenn man Phelps aus dem Medaillenspiegel rechnet, ist Deutschland Zweiter hinter China." So schlecht läuft es also für uns garnicht. Allerdings sind die Rückstände im Schwimmen schon eklatant.

    Als langjähriger Schwimmer beobachte ich schon länger wie gewisse Camps (früher USA und AUS, heute anscheinend USA und China) den anderen immer höher überlegen sind. Ich denke die intensive Dopingdebatte in Deutschland trägt dazu aber nur einen kleinen Teil bei.

    Interessant fand ich die Diskussion um das misslungene Höhenlager der Deutschen (zu viele "non-respondents") und neue hormongekoppelte Mittel, die verhindern dass die Muskeln "zumachen", welche noch nicht offiziell auf der Dopingliste stehen. Ausserdem ist sicherlich auch der Trainingsrhytmus und die perfekte Austüftelung von Belastungs- und Ruhephasen entscheidend. Der Anteil von Krafttraining scheint auch immer mehr zu steigen, wobei es da auch schöne Gegenbeispiele in der internationalen Spitze gibt. Bemerkenswert auch dass Weltklasseschwimmer etwa aus den USA das ganze Jahr über Wettkämpfe bestreiten, während die Deutschen sich häufig deutlich seltener unter Wettkampfbedingungen prüfen.

  14. #29
    Gast

    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Aus meiner aktiven Zeit als Schwimmerin weiß ich aber auch, dass jedes Training individuell auf den Einzelnen zugeschnitten werden muss.
    Ich kenne noch die Zeiten, an den ich täglich trainierte und am WE Wettkämpfe bestritt.

    Zu beobachten sind beim DSV, dass immer wieder Schwimmer, wie Britta Steffen, sich abgrenzen, um eigene Trainingsmethoden auszutesten.
    Ich kann nicht ein kollektives Trainingslager ansetzen, ohne zu wissen, wie sich dieses auf den einzelnen Sportler auswirkt.

    Und dennoch, ich kann trainieren, trainieren und trainieren. Wenn man es nicht schafft, sich mental darauf einzulassen, dann verkrampfst du einfach - und es geht gar nichts.

    Was mich nur irritiert ist die Tatsache, wie viele Nationen im Schwimmsport aufgeholt haben, von denen man Jahre zuvor nie etwas hörte.

    Hat Germany irgendwie gepennt ...

  15. #30
    Dude

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    Re: SCHWIMMEN den Deutschen die Felle weg?

    Unsere Chemiker sind einfach nicht so gut wie die anderen...

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